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6. Jugendtourismustag im Haus Rothfos

Neue Chancen für den Jugendtourismus

Der sechste Jugendtourismustag des Landesjugendrings Schleswig-Holstein fand am 14. September unter dem Motto „Neue Chancen“ statt. Die Kooperationsveranstaltung des Landesjugendrings Schleswig-Holstein und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung unterstützte die Vernetzung und Fortbildung der Anbieter_innen von Jugendunterkünften im Land.

Der sechste Jugendtourismustag des Landesjugendrings Schleswig-Holstein fand am 14. September unter dem Motto „Neue Chancen“ statt. Die Kooperationsveranstaltung des Landesjugendrings Schleswig-Holstein und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung unterstützte die Vernetzung und Fortbildung der Anbieter_innen von Jugendunterkünften im Land. Alexandra Ehlers, Vorsitzende des Landesjugendrings, begrüßte die Teilnehmer_innen des Fachtags in der Jugendbildungsstätte Haus Rothfos am Mözener See.

Dr. Hartmut Euler, Leiter der Abteilung „Technologie, Tourismus und Verbraucherschutz“ im Wirtschaftsministerium, berichtete in seinem Grußwort von aktuellen Entwicklungen im Tourismus von Schleswig-Holstein und zeigte sich in der anschließenden Diskussion erfreut und überrascht über die große Zahl von Einrichtungen im Jugendfreizeitstättenverzeichnis des Landesjugendrings. Über 200 Jugendherbergen, Jugendgästehäuser, Bildungsstätten, Zeltplätze und andere Unterkünften stehen Jugendverbänden, Lehrkräften, junge Alleinreisenden und Familien in Schleswig-Holstein und Hamburg zur Verfügung.

Frank Behrens, Stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein, betonte in seinem anschließenden Vortrag zum Tourismus in Schleswig-Holstein, wie wichtig eine Zusammenarbeit der Akteure ist. Er teilte die Kritik der anwesenden Teilnehmer_innen, dass Kinder und Jugendliche als Kunden in SH noch zu wenig als Teil der touristischen Infrastruktur begriffen werden. Als Beispiel für gemeinsame Ziele nannte er die Verbesserung des Angebots der öffentlichen Verkehrsmittel sowie das Anstreben von Nachhaltigkeit in möglichst vielen Bereichen. Hartmut Hamerich, tourismuspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, wies darüber hinaus auf die Wichtigkeit attraktiver Programmangebote für Familienurlauber hin.

Norbert Krause, Bildungsstättenberater und Experte für Jugendunterkünfte, hob in der Diskussion um den Stellenwert und Chancen für den Jugendtourismus hervor, wie wichtig eine angemessene Unterstützung gemeinnütziger Träger ist: „Klassenfahrten und Jugendgruppen können nur bei einem niedrigen Übernachtungspreis durchgeführt werden. Ohne eine höhere finanzielle Förderung können die Unterkünfte auf Dauer nicht existieren, weil sie die notwendigen Investitionen nicht tätigen können. Hier muss Schleswig-Holstein endlich handeln statt zu reden!“ Die Teilnehmer_innen des Fachtags waren sich einig, dass Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt die Potentiale von Kinder- und Jugendreisen nicht erkannt hat. Frank Behrens regte an, eine gemeinsame Großveranstaltung mit allen relevanten Partner_innen durchzuführen und versprach Unterstützung.

In anschließenden Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer_innen mit den Themen Online-Marketing, Kulturelle Vielfalt, Ältere Mitarbeiter_innen und Fördermöglichkeiten. Veranstalter und Gäste zeigten sich zum Abschluss hoch zufrieden mit den Möglichkeiten zu Austausch und Weiterbildung und hofften auf einen Aufwind mit der notwendigen politischen Unterstützung für den Jugendtourismus in Schleswig-Holstein.